Der Crefelder HTC setzt weiterhin auf kompetente Nachwuchsförderung

„Die besten Trainer gehören in den Nachwuchs“. Das gilt in Sportlerkreisen als Binsenweisheit. Und danach handeln die Verantwortlichen des Crefelder HTC, einem der mitgliederstärksten Hockeyvereine in Deutschland, schon seit Jahrzehnten. Jetzt geht der Verein auf diesem Weg noch einen Schritt weiter. Ab Mitte März wird Markku Slawyk als weiterer hauptamtlicher Trainer das Team um den sportlichen Leiter des CHTC, Robin Rösch, verstärken. Seine zukünftigen Aufgaben beschreibt der CHTC-Vorsitzende Dirk Wellen so: „Er wird bei uns als Hockeytrainer in der Nachwuchsförderung und Talententwicklung tätig sein“. Für die Club-Insider von der Vreed ist Markku Slawyk kein Unbekannter. Er kam am 1. März 1990 vom RHTC Leverkusen zu uns. Dort hatte er 1982 seine Trainerlaufbahn begonnen. Beim CHTC blieb er bis zum 30. September 1993 als sportlicher Leiter. „Er hat sich seitdem als Hockey-Trainer einen guten Namen gemacht, auch über die Grenzen Deutschlands hinaus“, so CHTC-Chef Dirk Wellen weiter. Im Anschluss an seine Krefelder Zeit zog es Markku Slawyk in den Norden. Sein beruflicher und privater Lebensmittelpunkt war ab sofort die Hansestadt Hamburg.

Markku Slawyk ist ausgebildeter Diplomsportwissenschaftler (Sporthochschule Köln), Diplom-Hockey-Trainer (DOSB Trainerakademie Köln) und Diplom-Sportmanager (IST-Fernuniversität Düsseldorf). Er begann seine Hamburger Karriere beim dortigen Sportbund, war dann als hauptamtlicher Trainer beim UHC Hamburg und u.a. bei Klipper Hamburg tätig. Später zog es ihn zum Hockey-Verband bei dem er in den verschiedensten Funktionen bis heute arbeitet. Auch der DHB wurde auf Markku Slawyk aufmerksam: Ab 2007 arbeitete er als Co-Trainer für die Jugendnationalmannschaften der weiblichen Jugend U18 sowie ab 2009 als Bundestrainer der weiblichen U16 und U18 des DHB.

Markku Slawyk ist 1962 in Finnland (Saarijärvi) geboren, zog aber bereits 1966 mit seinen Eltern nach Deutschland und erhielt im selben Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft. Er spielte bis 1986 für den RTHC Bayer Leverkusen und wechselte dann nach Hamburg zum Uhlenhorster HC. 1982 gewann er mit der Deutschen Mannschaft bei der Juniorenweltmeisterschaft in Kuala Lumpur und debütierte im selben Jahr in der A-Nationalmannschaft. 1983 belegte er mit der Deutschen Mannschaft den dritten Platz bei der Europameisterschaft in Amstelveen. Der Abwehrspieler war Stammspieler bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles, wo das Team erst im Finale gegen Pakistan verlor. Bei der Weltmeisterschaft 1986 in London gewann er mit der deutschen Mannschaft Bronze, bei der Champions Trophy 1986 siegte er mit der DHB-Auswahl. Insgesamt wirkte Slawyk von 1982 bis 1987 in 96 Länderspielen mit, davon 12 in der Halle. Anfang der 90er-Jahre spielte er auch für den Crefelder HTC und nahm mit dem damaligen Team an der Endrunde zur Deutschen Hallen-Meisterschaft teil.
Markku Slawyk hat drei Töchter: Lena, 24 Jahre, Neele 22 Jahre und Fenna 17 Jahre. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung beim Crefelder HTC. Auf jeden Fall wird es eine spannende Zeit für mich werden“, ist sich Markku Slawyk sicher. Und Club-Präsident Dirk Wellen ergänzt: „Mit der Verpflichtung des 56-jährigen Markku Slawyk ist uns ein echter Coup in der Trainerszene gelungen“.

Abstiegskampf mit leichten Vorteilen für den Crefelder HTC

Spannung pur vor dem letzten Spiel-Wochenende in der Hallenhockey-Bundesliga der Herren – Gruppe West - an der Tabellenspitze, genauso wie am Ende. Im Topspiel kam Rot-Weiß Köln am Mittwochabend mit 8:1-Toren beim Düsseldorfer HC mächtig unter die Räder und fiel - zumindest vorläufig – aus den Viertelfinalrängen. Neuer Spitzenreiter ist Uhlenhorst Mülheim, der beim Derby in Krefeld keine große Mühe hatte und durch den 8:4-Erfolg drei Punkte mit nach Hause nehmen konnte. Glück für den CHTC war, dass im Parallel-Spiel Blau-Weiß Köln beim Schlusslicht SW Neuss zwei Rückstände in ein 5:4 drehen konnte und Neuss somit weiterhin die rote Laterne behalten muss.

Bei ihrem Gastspiel in der Krefelder Glockenspitzhalle überzeugten die Mülheimer vor allem in der zweiten Halbzeit. Das sah auch CHTC Trainer Robin Rösch so: „In den ersten 30 Minuten müssen wir eigentlich in Führung gehen und das Spiel für uns entscheiden“. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste dann mit viel Schwung aus der Kabine und Tobias Matania verwandelte in der 45. Spielminute eine kurze Ecke zur 7:3-Vorentscheidung. Die Mülheimer wirkten besonders in dieser Phase des Spiel konzentrierter und auch Janick Eschlers Treffer zum 4:8 wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff konnte daran nichts mehr ändern. Bei den Krefeldern war die Laune nach der Schluss-Sirene auf einen absoluten Tiefpunkt gesunken. „Mülheim war in der zweiten Hälfte mental stärker und macht das richtig gut. Wir hatten unsere Möglichkeiten und haben sie mal wieder nicht genutzt“, erklärte Coach Robin Rösch.

Die Tore für Krefeld erzielten:
Oskar Deecke, Jakob Schmidt, Linus Michler, Janick Eschler

Zum letzten Heimspiel des Jahres 2019 in der Sporthalle Glockenspitz empfängt der Crefelder HTC am Samstag, 12.1., 15 Uhr, den Düsseldorfer HC, der aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz steht. Punktgleich mit der Nummer drei im Westen, Rot-Weiß Köln. Diese beiden Tams haben wiederum zwei Zähler Vorsprung vor Blau-Weiß Köln (11 Pkt.). Am Sonntag geht es für das Röschteam in Richtung Domstadt Köln. Dort wartet Meisterschaftsmitfavorit Rot-Weiß Köln (13.1./12 Uhr) auf den Vorletzten Crefelder HTC. „Gegen diese beiden Brocken (Düsseldorf und RW Köln) wird es schwer sein Punkte zu gewinnen“, weiß CHTC-Trainer Robin Rösch. Zum Glück muss Schlusslicht Neuss am Freitag bei Rot-Weiß Köln und am Sonntag beim Klassenprimus Uhlenhorst Mülheim antreten. Die Entscheidung, wer am Ende den schweren Gang in die zweite Liga antreten muss, wird also eine ganz enge Kiste werden und vielleicht erst nach Ende des letzten Vorrundenspiels entschieden sein. Also gilt es: Daumen drücken für den Crefelder HTC und die Mannschaft am Samstag unterstützen.

Im Kampf um den Klassenerhalt zählt jeder Punkt

Lange Gesichter beim Crefelder HTC. Die Mannschaft und ihr Anhang hatten sich den Start in die Rückrunde der aktuellen Hallen-Bundesligasaison wahrlich anders vorgestellt. Nach der unerwarteten 5:4-Niederlage beim Tabellenletzten Schwarz-Weiß Neuss reichte es für die Schützlinge von Trainer Robin Rösch einen Tag später beim Tabellennachbarn Blau-Weiß Köln nur zu einem 6:6-Unentschieden. Bedingt durch die vom CHTC am letzten Wochenende liegen gelassenen Punkte sind die Neusser vor den letzten drei Partien noch einmal an Krefeld und BW Köln auf Schlagdistanz heran gekommen. CHTC-Trainer Rösch haderte vor allen Dingen nach der Partie in Neuss vor 600 fanatischen Zuschauern mit der mangelnden Chancenauswertung seiner Spieler. „In der ersten Halbzeit hätten wir deutlich höher führen müssen, stattdessen geben wir eine Ecke weg und rennen in einen Konter hinein und liegen dann 1:2 hinten. Wir müssen uns das Ding ganz klar selbst zuschreiben. Wir haben einfach die Tore nicht gemacht“.

Die Tore für Krefeld erzielten: Janick Eschler (2) und Jonathan Ehling (2)

Mit dem 6:6-Unentschieden nach der zweiten Partie des Wochenendes können weder der Crefelder HTC noch BW Köln zufrieden sein. Keins der beiden Teams kann damit einen entscheidenden Schritt aus der Abstiegszone machen. Sie bleiben drei (Köln) bzw. zwei Punkte (Krefeld) vor Schlusslicht Neuss. Im Kampf um den Klassenerhalt ist jeder Zähler wichtig. Deshalb weiß Krefelds Trainer Robin Rösch auch nicht, ob er sich über den Punktgewinn beim 6:6-Remis freuen oder ob er sich über die verlorenen Punkte ärgern soll. „Wenn man zur Halbzeit 1:4 und zwei Minuten vor dem Ende mit 5:6 zurückliegt, kannst man schon mit einem Punktgewinn zufrieden sein. Auf der anderen Seite, wenn man beim Stand von 4:4 das 5:4 hätte machen müssen, um das Spiel zu gewinnen, ist das auch mächtig ärgerlich. Trotzdem kann dieser eine Punkt am Ende über Klassenerhalt oder Abstieg entscheiden“.

Die Tore für Krefeld erzielten: Lukás Plochý, Jonathan Ehling (2), Jakob Schmidt (2), Janick Eschler.

Zum ersten Heimspiel des Jahres 2019 in der Sporthalle Glockenspitz empfängt der Crefelder HTC am Mittwoch, 9.1., 20 Uhr, Spitzenreiter Uhlenhorst Mülheim zum ewig jungen Derby. Das letzte Doppelspielwochenende beginnt dann ebenfalls mit einer Heimpartie. Am Samstag, 12.1., 15 Uhr, gibt der Düsseldorfer HC seine Visitenkarte in der Krefelder Sporthalle Glockenspitz ab. Am letzten Spieltag geht es für das Röschteam in Richtung Domstadt Köln. Dort wartet Meisterschaftsmitfavorit Rot-Weiß Köln (13.1./12 Uhr) auf den Crefelder HTC.

CHTC

Crefelder Hockey und Tennis Club e.V.
Hüttenallee 106
47800 Krefeld

Kontakt

Tel. 02151-593744
Fax 02151-593874
E-Mail: info@chtc.de

Tennisanlage & Gastronomie

Hüttenallee 106
47800 Krefeld

Gerd-Wellen-Hockeyanlage

Hüttenallee 265
47800 Krefeld