Alster-Damen triumphieren im Nervenspiel

Das erste Finale um die Deutsche Meisterschaft 2019, das der Damen, war keines für schwache Nerven. In einem umkämpften Spiel zwischen zwei Teams, die vor allem großen Willen zeigten, war es am Ende der Club an der Alster, der im Shootout die etwas besseren Nerven bewies und mit 4:2 die Oberhand behielt. Damit feierte die Mannschaft von Jens George den zweiten Titel in Folge auf dem Gelände in Krefeld. „Wir sind natürlich überglücklich. Krefeld ist offenbar ein gutes Pflaster für uns. Was hier auf die Beine gestellt wird ist aber auch überragend. Die Organisation ist noch einmal besser als im Vorjahr. So macht es richtig Spaß, wenn man sich nur auf den Sport konzentrieren kann“, hatte Kapitänin Viktoria Huse nach Spielende auch ein großes Lob für die Veranstalter über. Sie hatte beim entscheidenden Penalty die Verantwortung übernommen und die
Nerven behalten. „Diese Abläufe haben wir trainiert. Wir haben versucht, auch den Druck zu simulieren und uns solche Situationen vorzustellen. Am Ende wusste ich genau, was ich tun wollte und es hat geklappt. Ich würde nicht sagen, dass wir den Titel verteidigt, sondern einen neuen gewonnen haben. In den anderen Wettbewerben hat es dieses Jahr nicht so gut geklappt. Umso glücklicher sind wir jetzt“, fuhr Huse fort.

Das Spiel begann zunächst ausgeglichen. Beide Teams agierten aus einer kompakten Deckung heraus und so sahen die Zuschauer zunächst wenige Torchancen. Doch in der 6. Minute gab es die erste Strafecke für Düsseldorf. Sabine Markert nahm Maß und setzte das Spielgerät unhaltbar in den Winkel. Der Titelverteidiger vermochte sich zunächst keine klaren Gelegenheiten herauszuspielen. Doch ihm kam das Glück zur Hilfe, als in der 17. Minute Düsseldorfs Elisa Gräve wegrutschte und zu Fall kam. Felicia Wiedermann erkannte ihre Chance, spritze in den Ball und ging allein aufs Düsseldorfer Tor zu. Mit einem schönen Heber ließ sie Torhüterin Nathalie Kubalski keine Abwehrchance. Fortan dominierte der Titelverteidiger das Geschehen, doch Düsseldofs Abwehr hielt.

Die Halbzeitpause brachte dann den Auftritt der SC Bayer Uerdingen Dolphins, einer der weltbesten Cheerleadergruppen und gerade vor einigen Wochen Vierter der Weltmeisterschaft. Ihre Darbietungen begeisterten die bereits deutlich über 4.000 Zuschauer auf der Hockeyanlage, die das Frauen-Finale beobachteten. Der zweite Durchgang sah dann ein etwas offeneres Spiel, in dem der DHC in der 40. Minute per Konter die erste große Chance hatte. Diese blieb aber ungenutzt. Gleiches galt für ein tolles Solo von Tessa-Margot Schubert in der 44. Minute. Sie holte eine weitere Strafecke heraus, die jedoch abgewehrt wurde. Es folgte im Schlussviertel eine Drangphase der besten Offensive der Liga, der der Hamburgerinnen. Doch drei Ecken blieben ungenutzt. Eine weitere verhinderten die Westdeutschen durch einen erfolgreichen Videobeweis sieben Minuten vor Schluss.

Im Nervenspiel behielten die Abwehrreihen, speziell die des DHC, die Oberhand und so ging es in den finalen Shootout. Hier trafen für Hamburg Anne Schröder und Hannah Gablac. Bei Düsseldorf war nur Elisa Gräve erfolgreich. So hatte Huse den entscheidenden Versuch auf dem Schläger, den sie sicher verwandelte und Nathalie Kubalski im DHC-Tor keine Abwehrchance ließ. Der Rest war grenzenloser Jubel auf Seiten der Alster-Mädels und einige Tränen, aber auch Stolz über die eigene Leistung, auf Seiten Düsseldorfs. Selin Oruz, Lisa Nolte und Lisa Strauß, die sämtlich aus dem CHTC-Nachwuchs stammen, blieb damit der Titel im eigenen „Wohnzimmer“ erneut verwehrt.

Tore:
0:1 S. Markert (E. 8.)
1:1 F.Wiedermann (17.)
Shoot-Out
2:1 A. Schröder
2:2 E. Gräve
3:2 H. Gablac
4:2 V. Huse

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