Eine alte Hockey-Weisheit lautet: Nach dem Feld folgt ganz schnell die Halle

„Das beste Training kann ein Spiel nicht ersetzen“, so lautet eine sportliche Binsenweisheit. Nicht nur allein deshalb fuhren das U14-Mädchen-Team und die U14-Knaben-Mannschaft samt Trainern und Betreuern nach Berlin und nahmen dort am „Günter-Köppen-Cup“ teil. Warum der CHTC-Nachwuchs gerade an diesem renommierten Hallenvorbereitungsturnier in Berlin teilnahm, hatte gute Gründe.
Der „Günter-Köppen-Cup“ ist vor vielen Jahren vom Berliner Sport-Club in Gedenken an Günter Köppen ins Leben gerufen worden. Günter Köppen engagierte sich fast sein ganzes sportliches Leben lang für den Hockeynachwuchs als Trainer auf Vereins- und Landesebene. Später wurde er A-Jugend-Bundestrainer und trainierte die Herren-Bundesligamannschaft des Braunschweiger THC. Viele CHTC-Insider wissen, dass es auch ein tiefe familiäre Bindung zum Crefelder HTC gibt. Denn der langjährige CHTC-Bundesligaspieler Uli Köppen ist ein Sohn des Berliner Hockey-Trainers, der am 18. Januar 1986 auf dem Weg zu einem Bundesligaspiel in Berlin bei einem Autounfall tödliche Verletzungen erlitt.
Die Krefelder Nachwuchsspieler und ihre Begleiter waren sich wegen dieser besonderen Verbindung zwischen dem BSC und dem CHTC der Ehre bewusst, an diesem Gedenkturnier in Berlin teilnehmen zu dürfen.
Nachdem die CHTC-Mädchen sich in den Gruppenspielen gegen Mannschaften aus ganz Deutschland erfolgreich durchgesetzt hatten, war im Halbfinale Schluss. Sie verloren gegen die Mädels vom Berliner SC, die am Ende das Turnier auch verdient gewannen. Das Spiel um Platz drei ging unentschieden aus, so dass beide Mannschaften sich den dritten Platz teilen konnten.
Die A-Knaben hatten im letzten Gruppenspiel nicht das nötige Glück, verpassten somit knapp das Halbfinale und gewannen dann verdient das Spiel um Platz 5.

FIH-Fairness-Award U21-Herren des DHB

Der Hockey-Weltverband zeichnete die DHB-Junioren für ihre sportlich faire Geste bei der EM 2017 aus. Zur Geschichte: Die deutsche U21-Mannschaft belegte bei den Hockey-Europameisterschaften im spanischen Valencia den dritten Platz. Während der Siegerehrung präsentierte das deutsche Team die spanische Flagge. Damit wollten Spieler und Offizielle ein Zeichen setzen. Denn ein Magen-Darm-Virus hatte die spanische Mannschaft außer Gefecht gesetzt, so dass sie zum Spiel um die Bronzemedaillie nicht antreten konnte. (Foto oben: worldsportpics.com)

Für diese sportliche Geste zeichnete der Welt-Hockeyverband (FIH) bei seinem Weltkongress im indischen Neu Delhi die deutschen U21-Herren für ihren "spirit of fair play" mit dem Presidents Award aus. DHB-Präsident Wolfgang Hillmann nahm die Auszeichnung stellvertretend aus den Händen von FIH-Präsident Dr. Narinder Batra entgegen und schrieb danach der Mannschaft: "Die deutsche Hockeyfamilie ist stolz auf Euch und auch Ihr dürft mit Recht auf Euch und Euren Hockeysports- und Fairnessgeist stolz sein".
Zum deutschen Team gehörte auch der CHTC-Bundesligaspieler Linus Michler (4.v.l.).

Versöhnlicher Jahresabschluss für den Crefelder HTC

Für eine Herbstmeisterschaft kann man sich üblicherweise nichts kaufen. Trotzdem freuen sich die Rot-Weißen aus Köln zum Start in die Winterpause über Platz eins in der Tabelle der Feldhockey-Bundesliga. Dabei profitierten sie von der ersten Heimniederlage ihres ärgsten Konkurrenten, dem Mannheiner HC, der nach über zwei Jahren mal wieder zuhause verloren hat. Dafür verantwortlich war der Crefelder HTC, der nach durchwachsenem Beginn der Saison immer besser ins Spiel kommt. Die Mannschaft von Trainer Robin Rösch gewann die Partie in Mannheim mit 4:3-Toren (Halbzeit 2:2). Grundlage für den Erfolg war die hohe Erfolgsquote bei den Strafecken. Die erfolgreichen Schützen waren zweimal Niklas Wellen (18./51. Min.) und einmal Timo Kossol (29. Min.). Das Feldtor erzielte Ben Francis in der 42. Minute. Dreimal gingen die Gastgeber in Führung (1:0, 2:1 und 3:2) und immer wieder fanden die Krefelder die richtige Antwort. „Die gute Eckenquote hilft auch mal, so ein Spiel zu gewinnen. Darüber hinaus haben wir diszipliniert verteidigt und offensiv mutig angegriffen“, so die Analyse des Krefelder Trainers Robin Rösch. Er wollte niemanden aus dem Team hervorheben, sondern hob die geschlossene Mannschaftsleistung hervor. „Das war in Mannheim eine gute Reaktion nach der Niederlage vom Vortag in Nürnberg. Das zeigt, dass die Jungs die richtige Mentalität auf den Platz bringen und der Teamspirit stimmt. Ich bin happy mit einem Sieg in die Winterpause zu gehen“.

Einen Tag vorher gastierten die Krefelder in Nürnberg und verloren an der Noris mit 5:1 Toren. Mit dem gleichen Ergebnis hatte der CHTC im Hinspiel am 2. September die Nürnberger nach Hause geschickt. Der einzige CHTC-Treffer in Nürnberg gelang Ben Francis in der 48. Minute beim Stande von 3:0-Toren. Krefelds Trainer Robin Rösch war nach der Partie alles andere als zufrieden. „Unser Gegner war natürlich sehr effektiv. Aber insgesamt bin ich doch sehr enttäuscht, weil wir das Spiel verdient verloren haben und unsere Chancen – im Gegensatz zu Nürnberg - nicht optimal genutzt haben“.

Der Crefelder HTC überwintert auf dem achten Rang der Tabelle mit Tendenz nach oben. Auf den Abstiegsrängen stehen Blau-Weiß Berlin und der Düsseldorfer HC, die beide schon etwas abgeschlagen sind. Würde jetzt die Endrunde um die Meisterschaft beginnen, dann zögen RW Köln, der Mannheimer HC, Uhlenhorst Mülheim sowie der UHC Hamburg ins Halbfinale ein. Die Final Four finden übrigens wieder in Krefeld beim CHTC statt. Termin ist der 18./19. Mai 2019.

Für Trainer Robin Rösch und seine Mannschaft geht die Saison am 30. März mit der Partie beim Hamburger Polo Club weiter. Zum Doppelspielwochenende lädt der Crefelder HTC dann am 6./7. April alle Krefelder Hockeyfans ein. Zu Gast sind der Berliner HC (Samstag, 14 Uhr) und Blau-Weiß Berlin (Sonntag, 14 Uhr).

Spieler und Trainer werden bis dahin allerdings nicht die Hände in den Schoß legen. In ein paar Tagen bittet Coach Robin Rösch seine Jungs zum Hallentraining. Es gilt sich vorzubereiten auf die Hallen-Bundesligarunde. Das erste Heimspiel in der Sporthalle Glockenspitz steht am 2. Dezember auf dem Programm. Gegner ist dann Blau-Weiß Köln.

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