FIH-Fairness-Award U21-Herren des DHB

Der Hockey-Weltverband zeichnete die DHB-Junioren für ihre sportlich faire Geste bei der EM 2017 aus. Zur Geschichte: Die deutsche U21-Mannschaft belegte bei den Hockey-Europameisterschaften im spanischen Valencia den dritten Platz. Während der Siegerehrung präsentierte das deutsche Team die spanische Flagge. Damit wollten Spieler und Offizielle ein Zeichen setzen. Denn ein Magen-Darm-Virus hatte die spanische Mannschaft außer Gefecht gesetzt, so dass sie zum Spiel um die Bronzemedaillie nicht antreten konnte. (Foto oben: worldsportpics.com)

Für diese sportliche Geste zeichnete der Welt-Hockeyverband (FIH) bei seinem Weltkongress im indischen Neu Delhi die deutschen U21-Herren für ihren "spirit of fair play" mit dem Presidents Award aus. DHB-Präsident Wolfgang Hillmann nahm die Auszeichnung stellvertretend aus den Händen von FIH-Präsident Dr. Narinder Batra entgegen und schrieb danach der Mannschaft: "Die deutsche Hockeyfamilie ist stolz auf Euch und auch Ihr dürft mit Recht auf Euch und Euren Hockeysports- und Fairnessgeist stolz sein".
Zum deutschen Team gehörte auch der CHTC-Bundesligaspieler Linus Michler (4.v.l.).

Versöhnlicher Jahresabschluss für den Crefelder HTC

Für eine Herbstmeisterschaft kann man sich üblicherweise nichts kaufen. Trotzdem freuen sich die Rot-Weißen aus Köln zum Start in die Winterpause über Platz eins in der Tabelle der Feldhockey-Bundesliga. Dabei profitierten sie von der ersten Heimniederlage ihres ärgsten Konkurrenten, dem Mannheiner HC, der nach über zwei Jahren mal wieder zuhause verloren hat. Dafür verantwortlich war der Crefelder HTC, der nach durchwachsenem Beginn der Saison immer besser ins Spiel kommt. Die Mannschaft von Trainer Robin Rösch gewann die Partie in Mannheim mit 4:3-Toren (Halbzeit 2:2). Grundlage für den Erfolg war die hohe Erfolgsquote bei den Strafecken. Die erfolgreichen Schützen waren zweimal Niklas Wellen (18./51. Min.) und einmal Timo Kossol (29. Min.). Das Feldtor erzielte Ben Francis in der 42. Minute. Dreimal gingen die Gastgeber in Führung (1:0, 2:1 und 3:2) und immer wieder fanden die Krefelder die richtige Antwort. „Die gute Eckenquote hilft auch mal, so ein Spiel zu gewinnen. Darüber hinaus haben wir diszipliniert verteidigt und offensiv mutig angegriffen“, so die Analyse des Krefelder Trainers Robin Rösch. Er wollte niemanden aus dem Team hervorheben, sondern hob die geschlossene Mannschaftsleistung hervor. „Das war in Mannheim eine gute Reaktion nach der Niederlage vom Vortag in Nürnberg. Das zeigt, dass die Jungs die richtige Mentalität auf den Platz bringen und der Teamspirit stimmt. Ich bin happy mit einem Sieg in die Winterpause zu gehen“.

Einen Tag vorher gastierten die Krefelder in Nürnberg und verloren an der Noris mit 5:1 Toren. Mit dem gleichen Ergebnis hatte der CHTC im Hinspiel am 2. September die Nürnberger nach Hause geschickt. Der einzige CHTC-Treffer in Nürnberg gelang Ben Francis in der 48. Minute beim Stande von 3:0-Toren. Krefelds Trainer Robin Rösch war nach der Partie alles andere als zufrieden. „Unser Gegner war natürlich sehr effektiv. Aber insgesamt bin ich doch sehr enttäuscht, weil wir das Spiel verdient verloren haben und unsere Chancen – im Gegensatz zu Nürnberg - nicht optimal genutzt haben“.

Der Crefelder HTC überwintert auf dem achten Rang der Tabelle mit Tendenz nach oben. Auf den Abstiegsrängen stehen Blau-Weiß Berlin und der Düsseldorfer HC, die beide schon etwas abgeschlagen sind. Würde jetzt die Endrunde um die Meisterschaft beginnen, dann zögen RW Köln, der Mannheimer HC, Uhlenhorst Mülheim sowie der UHC Hamburg ins Halbfinale ein. Die Final Four finden übrigens wieder in Krefeld beim CHTC statt. Termin ist der 18./19. Mai 2019.

Für Trainer Robin Rösch und seine Mannschaft geht die Saison am 30. März mit der Partie beim Hamburger Polo Club weiter. Zum Doppelspielwochenende lädt der Crefelder HTC dann am 6./7. April alle Krefelder Hockeyfans ein. Zu Gast sind der Berliner HC (Samstag, 14 Uhr) und Blau-Weiß Berlin (Sonntag, 14 Uhr).

Spieler und Trainer werden bis dahin allerdings nicht die Hände in den Schoß legen. In ein paar Tagen bittet Coach Robin Rösch seine Jungs zum Hallentraining. Es gilt sich vorzubereiten auf die Hallen-Bundesligarunde. Das erste Heimspiel in der Sporthalle Glockenspitz steht am 2. Dezember auf dem Programm. Gegner ist dann Blau-Weiß Köln.

Hochkaräter für die Damen des Crefelder HTC

Foto: Ariane Schirle (dha)

Pünktlich zur finalen Vorbereitung auf die Bundesliga-Endrunde wechselt zum 1. November die 27-jährige Hockey-Nationalspielerin Pia Alex (geb. Grambusch) von Rot-Weiß Köln zum Crefelder HTC. Ihr letzter großer Erfolg ist der Gewinn der Hallen-EM mit der Deutschen Nationalmannschaft in Prag. Insgesamt spielte sie sechzehn Mal für Deutschland und erzelte dabei sechs Tore. Ein weiterer internationaler Erfolg in ihrer sportlichen Vita ist der Gewinn der Junioren-EM 2008 in Valencia/Spanien.

Schon früh offenbarte sich das Talent der 1991 in Mönchengladbach geborenen Pia. In ihrer Jugend durfte sie bei 89 Nachwuchs-Länderspielen dabei sein und traf 32 Mal ins gegnerische Tor. Die Grundkenntnisse des Hockeyspielens erlernte sie beim Gladbacher HTC. Dort spielte sie, genau wir ihre Brüder Tom (23) und Mats (26), bis zu ihrem Wechsel zu Rot-Weiß Köln. Der männliche Part der Hockeyfamilie Grambusch gewann bei den olympischen Spielen in Rio die Bronzemedaille.

„Pia ist eine exzellente Verteidigerin und mit ihrer Art zu spielen, der Organisation auf dem Platz und ihrer Erfahrung wird sie enorm viel Qualität in unsere Damenmannschaft hinein bringen“, sagt CHTC-Damentrainer Sebastian Folkers über seinen prominenten Neuzugang. „Dazu gewinnen wir einen echt coolen Typen auf und neben dem Platz hinzu“. Gerade die jungen CHTC-Spielerinnen werden von Pia menschlich und sportlich eine Menge lernen können.

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