Die weibliche U16 des Crefelder HTC will am Wochenende Vereinsgeschichte schreiben

Die Hallenhockey-Saison biegt auch in den Nachwuchsligen langsam aber sicher auf die Zielgerade. Und die Teams des Crefelder HTC sind fast in allen Altersklassen vorn mit dabei. Zwei der vier weiblichen Teams (U14 und U16) und drei der vier männlichen Jugendmannschaften (U12, U14 und U16) fahren zu den jeweiligen Westdeutschen Meisterschafts-Endrunden. Die Mädchen B Mannschaft (U12) sind noch nicht so weit, für sie stehen noch vier Gruppenspiele auf dem Programm. Aktuell sind sie Tabellenzweiter und haben dadurch große Chancen sich ebenfalls für das Turnier um die Westdeutsche Meisterschaft zu qualifizieren.

Beginnen wir mit den Aussichten der weiblichen Jugend B (U16). Die Mannschaft des Trainertrios Astrid Schröders, Sebastian Schwidder und Robin Rösch hat sich als Zweiter der Gruppe A hinter RW Köln, zusammen mit ETUF Essen, dem Club Raffelberg, Uhlenhorst Mülheim und dem Düsseldorfer HC für die Westdeutsche Endrunde qualifiziert. Dieses wichtige Turnier findet am kommenden Wochenende (9,/10. Februar) in Düsseldorf statt. Ausrichter ist der Düsseldorfer HC. Die Krefelderinnen haben die Punkterunde als zweite abgeschlossen und dabei so überzeugende Auftritte hingelegt, dass sie auch in der bevorstehenden Endrunde große Chancen haben das Finale zu erreichen. Das ist das große Ziel des Teams, denn dann hätten sie die Qualifikation zur DM-Endrunde der weibl. Jugend B schon in der Tasche. Und die findet am 23. und 24. Februar in der Krefelder Glockenspitzhalle statt. Die Spiele beginnen samstags um 10:00 Uhr und am Sonntag um 9:30 Uhr.

Auch das U14-Team (Mädchen A) von Damen-Erfolgstrainer Sebastian Folkers des Crefelder HTC hat die Punkterunde erfolgreich beendet und ist als Tabellenzweiter bei der Westdeutschen Endrunde dabei. Zusammen mit den Mannschaften aus Kahlenberg, Raffelberg, Mülheim, dem Düsseldorfer SC und RW Köln. Das Turnier findet ebenfalls am kommenden Wochenende (9. + 10. Februar) in Mülheim statt. Die Krefelderinnen müssen in der Gruppe mit Kahlenberg und dem Düsseldorfer SC mindestens den zweiten Platz belegen, um ins Halbfinale zu kommen um eventuell dann das Endspiel zu erreichen. Favorisiert sind allerdings die Teams von Uhlenhorst Mülheim und dem Club Raffelberg. Das Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft der Mädchen findet am 23./24. Februar in Bad Kreuznach statt.

Auf dem Foto die A-Mädchen zusammen mit den A-Knaben, die ebenfalls die Westdeutsche Endrunde erreicht haben:
Das weibl. CHTC U14-Team - Lotti Zickler (TW), Nele Rösch, Lynn Krings, Carolin Knobling, Nele + Lotta Michler, Stella Gebhard, Mila Holzaht, Muriel Becker, Leni Kam, Charlotte Bock (verletzt) und Coach Sebastian Folkers.

Geschafft! Die CHTC-Damen feiern vorzeitig den Aufstieg in die Bundesliga

Es war das erklärte Ziel der 1. CHTC-Damen mit samt ihrem Trainer Sebastian Folkers in die Hallen-Bundesliga aufzusteigen. Ohne Wenn und Aber haben sie dieses Ziel über die gesamte Spielzeit hinweg verfolgt. Nach ihrem 6:2-Sieg bei Schwarz-Weiß Köln konnte Mannschaft und Staff nun vorzeitig ihren verdienten Erfolg feiern. Denn zwei Spieltage vor Ende der Saison steht der Crefelder HTC mit sieben Punkten Vorsprung vor dem ärgsten Verfolger, dem RTHC Leverkusen, auf Platz eins der Tabelle. Folgerichtig war der Jubel nach dem nie gefährdeten 6:2-Erfolg der Krefelderinnen beim Schlusslicht SW Köln riesengroß. Dies ist auch ein toller Erfolg für Trainer Sebastian Folkers, der seit drei Jahren für das Damenteam verantwortlich ist. Dem letztjährigen Aufstieg in die 2. Feldhockey-Bundesliga folgte nun das Sahnehäubchen im Hallenhockey. Folkers sagt: „Ich bin unheimlich stolz auf das Team. Wir gehen seit einigen Jahren gemeinsam einen erfolgreichen Weg, konnten uns nun wieder belohnen. Zwei Teams des CHTC sind nun in der Bundesliga, das ist auch für den Verein sehr wichtig.“

In Köln bestimmten die Krefelderinnen von Anfang an, wohin die Reise geht. Für die Tore verantwortlich waren Pia Alex, Carolin Keil (2), Julia Tondorf, Kim Kövel und Heather Morris. Die Kölnerinnen fanden sich überwiegend in der Defensive wieder, so dass die vereinsintern zur Spielerin des Jahres gekürte Torfrau Sonja Thüner wenig geprüft wurde und nur zwei Gegentreffer zuließ. Das Fazit der Begegnung von Coach Sebastian Folkers: „Wir hätten schon in der ersten Hälfte deutlicher führen können. Doch der Vorsprung mit drei Treffern geht schon in Ordnung.“

Zwei Partien stehen noch aus. Zum einen das Auswärtsspiel am kommenden Sonntag (10. Februar) beim Drittplatzierten, dem HC Essen 99, und dann folgt am 17. Februar, 12 Uhr, in der Sporthalle Glockenspitz, zum Abschluss der Hallensaison die Begegnung gegen den Tabellenzweiten RTHC Leverkusen.

Der Crefelder HTC setzt weiterhin auf kompetente Nachwuchsförderung

„Die besten Trainer gehören in den Nachwuchs“. Das gilt in Sportlerkreisen als Binsenweisheit. Und danach handeln die Verantwortlichen des Crefelder HTC, einem der mitgliederstärksten Hockeyvereine in Deutschland, schon seit Jahrzehnten. Jetzt geht der Verein auf diesem Weg noch einen Schritt weiter. Ab Mitte März wird Markku Slawyk als weiterer hauptamtlicher Trainer das Team um den sportlichen Leiter des CHTC, Robin Rösch, verstärken. Seine zukünftigen Aufgaben beschreibt der CHTC-Vorsitzende Dirk Wellen so: „Er wird bei uns als Hockeytrainer in der Nachwuchsförderung und Talententwicklung tätig sein“. Für die Club-Insider von der Vreed ist Markku Slawyk kein Unbekannter. Er kam am 1. März 1990 vom RHTC Leverkusen zu uns. Dort hatte er 1982 seine Trainerlaufbahn begonnen. Beim CHTC blieb er bis zum 30. September 1993 als sportlicher Leiter. „Er hat sich seitdem als Hockey-Trainer einen guten Namen gemacht, auch über die Grenzen Deutschlands hinaus“, so CHTC-Chef Dirk Wellen weiter. Im Anschluss an seine Krefelder Zeit zog es Markku Slawyk in den Norden. Sein beruflicher und privater Lebensmittelpunkt war ab sofort die Hansestadt Hamburg.

Markku Slawyk ist ausgebildeter Diplomsportwissenschaftler (Sporthochschule Köln), Diplom-Hockey-Trainer (DOSB Trainerakademie Köln) und Diplom-Sportmanager (IST-Fernuniversität Düsseldorf). Er begann seine Hamburger Karriere beim dortigen Sportbund, war dann als hauptamtlicher Trainer beim UHC Hamburg und u.a. bei Klipper Hamburg tätig. Später zog es ihn zum Hockey-Verband bei dem er in den verschiedensten Funktionen bis heute arbeitet. Auch der DHB wurde auf Markku Slawyk aufmerksam: Ab 2007 arbeitete er als Co-Trainer für die Jugendnationalmannschaften der weiblichen Jugend U18 sowie ab 2009 als Bundestrainer der weiblichen U16 und U18 des DHB.

Markku Slawyk ist 1962 in Finnland (Saarijärvi) geboren, zog aber bereits 1966 mit seinen Eltern nach Deutschland und erhielt im selben Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft. Er spielte bis 1986 für den RTHC Bayer Leverkusen und wechselte dann nach Hamburg zum Uhlenhorster HC. 1982 gewann er mit der Deutschen Mannschaft bei der Juniorenweltmeisterschaft in Kuala Lumpur und debütierte im selben Jahr in der A-Nationalmannschaft. 1983 belegte er mit der Deutschen Mannschaft den dritten Platz bei der Europameisterschaft in Amstelveen. Der Abwehrspieler war Stammspieler bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles, wo das Team erst im Finale gegen Pakistan verlor. Bei der Weltmeisterschaft 1986 in London gewann er mit der deutschen Mannschaft Bronze, bei der Champions Trophy 1986 siegte er mit der DHB-Auswahl. Insgesamt wirkte Slawyk von 1982 bis 1987 in 96 Länderspielen mit, davon 12 in der Halle. Anfang der 90er-Jahre spielte er auch für den Crefelder HTC und nahm mit dem damaligen Team an der Endrunde zur Deutschen Hallen-Meisterschaft teil.
Markku Slawyk hat drei Töchter: Lena, 24 Jahre, Neele 22 Jahre und Fenna 17 Jahre. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung beim Crefelder HTC. Auf jeden Fall wird es eine spannende Zeit für mich werden“, ist sich Markku Slawyk sicher. Und Club-Präsident Dirk Wellen ergänzt: „Mit der Verpflichtung des 56-jährigen Markku Slawyk ist uns ein echter Coup in der Trainerszene gelungen“.

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